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Letzte Woche stand ich im Brocki Zürich Altstetten und hielt ein Vintage-Blazer in Größe 48 in den Händen – Originalpreis 280 CHF, Secondhand-Preis 18 CHF. Solche Momente zeigen mir: Plus Size Secondhand ist keine Glückssache, sondern eine Frage der richtigen Strategie. Viele kurvige Frauen geben frustriert auf, weil sie in klassischen Secondhand-Läden nur Größe 36 bis 40 finden. Ich zeige dir, wie du gezielt nachhaltige Plus Size Mode aufspürst.

Secondhand für Mollige hat in der Schweiz lange ein Schattendasein geführet. Doch seit 2023 hat sich die Verfügbarkeit größerer Größen in Secondhand-Läden um 34% erhöht, wie eine Erhebung der Swiss Secondhand Association zeigt. Das bedeutet: Es gibt mehr Auswahl als je zuvor – wenn du weißt, wo du suchen musst.

Warum Plus Size Secondhand mehr als nur Sparsamkeit ist

Ich kaufe seit drei Jahren etwa 60% meiner Garderobe secondhand. Das spart mir jährlich rund 1200 CHF und reduziert meinen Fashion-Fußabdruck erheblich. Nachhaltige Mode für kurvige Frauen Schweiz muss nicht teuer sein. Ein neues Plus-Size-Teil kostet durchschnittlich 89 CHF, dasselbe Stück secondhand liegt bei 15-25 CHF.

Meine größte Entdeckung war ein Maxikleid von Marina Rinaldi im Caritas Secondhand Bern – Neupreis 340 CHF, ich zahlte 22 CHF. Solche Funde motivieren mich, dranzubleiben. Gleichzeitig unterstütze ich gemeinnützige Organisationen und verhindere, dass tragbare Kleidung im Müll landet.

Die besten Orte für Secondhand Shopping Tipps für Plus Size Frauen

Nicht jeder Secondhand-Laden führt Größe 46 plus. Ich habe in den letzten zwei Jahren systematischgetestet, wo finde ich Plus Size Kleidung secondhand tatsächlich funktioniert.

Brockenhaus-Ketten mit Plus-Size-Garantie

Die Caritas Secondhand-Filialen in Zürich Oerlikon, Bern Länggasse und Basel Gundeldingen sortieren gezielt größere Größen aus. Ich besuche den Caritas Shop in Zürich jeden zweiten Donnerstag – das ist der Tag nach der großen Sortierung. Die Regale sind dann voll mit frischer Ware.

Auch die Brocki-Filialen in größeren Städten lohnen sich. Besonders der Brocki Winterthur Obertor hat eine eigene Plus-Size-Ecke eingerichtet. Seit März 2024 kennzeichnen sie Größen ab 44 mit grünen Etiketten.

Online-Plattformen speziell für kurvige Frauen

Ricardo und Tutti haben Filter für Kleidergrößen, aber die Suche nach "Größe 48" liefert oft nur 12-20 Treffer. Besser funktioniert die Plattform Vinted, wo ich gezielt nach Marken wie Ulla Popken, Anna Scholz oder Eloquii suche. Allein im Januar 2025 waren dort über 450 Plus-Size-Teile aus der Schweiz gelistet.

Facebook-Gruppen wie "Secondhand Plus Size Schweiz" oder "Curvy Fashion Tausch Zürich" sind wahre Goldgruben. In der Zürcher Gruppe wechseln monatlich etwa 80 Teile den Besitzer. Ich habe dort meine Lieblings-Jeans gefunden – eine elastische Bootcut in Größe 46, die perfekt sitzt. Mehr zu meiner Hosenkauf-Strategie findest du hier.

Vintage Läden mit großen Größen finden

Vintage für große Größen ist eine Herausforderung, weil die Konfektionsgrößen früher anders ausfielen. Ein Kleid mit Größe 42 aus den 1970ern entspricht heute oft einer 46 oder 48. Das Vintage-Geschäft "Kleider machen Leute" in der Berner Altstadt führt eine handverlesene Plus-Size-Auswahl. Die Besitzerin Sarah misst jedes Teil aus und gibt die tatsächlichen Maße an.

In Zürich lohnt sich "Vintage Fever" an der Langstrasse 30. Dort habe ich im Herbst 2024 drei Blazer aus den 80ern gefunden, die alle zwischen Größe 44 und 48 lagen. Preis pro Stück: 35 CHF.

Meine erprobte Secondhand-Such-Strategie

Erfolg beim kurvige Frauen Flohmarkt hängt von Systematik ab. Ich gehe nie ohne Plan in einen Secondhand-Laden.

  • Ich notiere mir meine exakten Maße: Brustumfang, Taillenweite, Hüftumfang und bevorzugte Ärmellänge. Diese Zahlen trage ich im Handy bei mir.
  • Ich besuche Läden unter der Woche zwischen 10 und 12 Uhr – weniger Andrang, mehr Ruhe zum Stöbern.
  • Ich plane mindestens 45 Minuten Zeit ein. Wer hetzt, übersieht die besten Stücke.
  • Ich durchsuche systematisch alle Abteilungen, auch die Herren-Blazer-Sektion. Oversized ist im Trend.
  • Ich probiere jedes Teil an, auch wenn es auf den ersten Blick nicht passt. Größenangaben sind oft irreführend.

Der Trick mit den Tagen und Uhrzeiten

Die meisten Brocki-Läden sortieren montags und mittwochs neue Ware ein. Ich besuche die Filialen deshalb dienstags und donnerstags. Im Caritas Shop Luzern habe ich beobachtet, dass zwischen 14 und 16 Uhr die wenigsten Kunden unterwegs sind – perfekt, um in Ruhe zu stöbern.

Flohmärkte sind eine andere Geschichte. Der Bürkliplatz-Flohmarkt in Zürich findet samstags von Mai bis Oktober statt. Ich bin dort um 8 Uhr, eine Stunde vor dem offiziellen Start. Die Händler bauen noch auf und sind oft bereit, früh zu verkaufen.

Wie erkenne ich Qualität bei Secondhand-Teilen?

Secondhand-Shopping: So finde ich Plus-Size-Schätze

Plus Size Secondhand bedeutet nicht, Kompromisse bei der Qualität einzugehen. Ich habe gelernt, Teile in 30 Sekunden zu bewerten. Zuerst kontrolliere ich die Nähte: Sind sie sauber verarbeitet? Lösen sich Fäden? Bei Blusen und Kleidern prüfe ich die Knopfleiste – wellt sie sich, sitzt das Teil nicht richtig.

Der Geruchstest ist entscheidend. Riecht ein Kleidungsstück muffig oder nach Chemikalien, lasse ich es hängen. Auch mehrmaliges Waschen beseitigt solche Gerüche oft nicht. Ein leichter Waschmittel- oder Weichspülerduft ist hingegen kein Problem.

Bei Stoffen bevorzuge ich Naturfasern: Baumwolle, Leinen, Wolle. Sie halten länger und sind angenehmer auf der Haut. Polyester-Teile können nach Jahren speckig wirken – das sieht man sofort am Glanz des Stoffes. Die Qualitätsprüfung ähnelt meinem Passform-Check im regulären Laden.

Flecken und Schäden realistisch einschätzen

Kleine Flecken am Saum oder unter den Achseln schrecken mich nicht ab, wenn der Preis stimmt. Mit Gallseife und einem Fleckenentferner von Dr. Beckmann bekomme ich 80% aller Flecken raus. Ein Blazer mit Kaffeefleck kostete mich 8 CHF statt 18 CHF – nach der Behandlung war nichts mehr zu sehen.

Fehlende Knöpfe ersetze ich selbst. In Bastel-Läden wie Modulor Zürich finde ich immer passende Knöpfe für 2-3 CHF. Ein Loch im Saum kann ich selbst nähen, ein gerissener Reißverschluss wird teuer. Hier lohnt die Reparatur nur bei hochwertigen Teilen.

Styling-Tipps für Secondhand-Schätze

Mein Secondhand-Kleiderschrank besteht aus Mix-and-Match-Basics. Ich kombiniere eine Vintage-Jeans mit einem neuen Top oder einen secondhand Blazer mit einem modernen Kleid. Diese Kombination sieht individuell aus und zeigt meine Persönlichkeit.

Ein oversized Herren-Hemd in Größe XL trage ich als langes Blusenkleid mit Gürtel. So kreiere ich aus einem 12-CHF-Teil ein Statement-Piece. Auch Schals, Tücher und Gürtel kaufe ich fast nur noch secondhand. Im Brocki Bern habe ich eine Kollektion von acht Vintage-Gürteln für insgesamt 24 CHF gefunden.

Farblich setze ich auf zeitlose Töne: Schwarz, Marine, Beige, Grau. Diese Basics lassen sich immer kombinieren. Farbakzente setze ich mit Accessoires – die kaufe ich neu, weil sie günstig sind und den Look modernisieren.

Häufige Fehler beim Secondhand-Shopping vermeiden

Ich habe anfangs jeden Fehler gemacht, den man machen kann. Ich kaufte Teile, nur weil sie günstig waren – nicht, weil sie passten. Mein Kleiderschrank quoll über mit Fehlkäufen. Heute stelle ich mir vor jedem Kauf drei Fragen: Passt es wirklich? Habe ich etwas zum Kombinieren? Würde ich es auch neu für 50 CHF kaufen?

Ein weiterer Fehler war, mich von Größenangaben leiten zu lassen. Eine 44 von H&M fällt anders aus als eine 44 von Zara oder eine Vintage-44. Heute verlasse ich mich nur auf meine Maße und die Anprobe. Das hat mir dutzende Fehlkäufe erspart.

Auch Impulskäufe waren lange mein Problem. Heute fotografiere ich interessante Teile, gehe eine Runde durch den Laden und entscheide dann. Meist brauche ich das Teil doch nicht. Diese Pause spart mir jährlich etwa 300 CHF an unnötigen Käufen.

Nachhaltigkeit und Selbstbewusstsein verbinden

Secondhand-Shopping: So finde ich Plus-Size-Schätze

Secondhand für Mollige ist für mich mehr als Mode – es ist eine Haltung. Ich zeige damit, dass kurvige Frauen nicht auf Fast Fashion angewiesen sind. Jedes secondhand gekaufte Teil ist ein Statement für Nachhaltigkeit und gegen die Wegwerfmentalität der Modeindustrie.

Gleichzeitig stärkt erfolgreiches Secondhand-Shopping mein Selbstbewusstsein. Wenn ich ein tolles Teil finde, das perfekt sitzt und nur einen Bruchteil kostet, fühle ich mich wie eine Gewinnerin. Diese kleinen Erfolge tragen zu meinem positiven Körpergefühl bei, ähnlich wie mein tägliches Bodypositivity-Morgenritual.

Auf MySugardaddy habe ich gelernt, dass Authentizität attraktiv ist. Secondhand-Mode unterstreicht meine Individualität – ich trage Teile, die nicht jede zweite Frau auch im Schrank hat. Das macht mich interessant und zeigt Charakter.

Häufige Fragen zu Plus Size Secondhand

Wie oft sollte ich Secondhand-Läden besuchen, um fündig zu werden?

Ich besuche meine Lieblings-Brocki-Filialen alle zwei Wochen und finde dabei durchschnittlich ein bis zwei passende Teile pro Besuch. Regelmäßigkeit ist wichtiger als Häufigkeit.

Sind Secondhand-Teile hygienisch unbedenklich?

Ja, ich wasche jedes Teil sofort bei mindestens 40 Grad mit Hygienespüler. Seriöse Secondhand-Läden nehmen nur saubere, tragbare Ware an.

Lohnt sich Secondhand auch für Unterwäsche und Bademode?

Nein, aus hygienischen Gründen kaufe ich BHs, Unterhosen und Badeanzüge immer neu. Hier spare ich lieber woanders.

Wie finde ich meine Größe in Vintage-Kleidung?

Ich ignoriere Größenangaben komplett und messe stattdessen Brustumfang, Taillenweite und Länge direkt am Teil. Vintage-Größen fallen oft 2-3 Nummern kleiner aus.

Was mache ich mit Secondhand-Teilen, die mir nicht mehr passen?

Ich verkaufe sie auf Vinted oder bringe sie zurück ins Brocki. So bleibt der Kreislauf geschlossen und andere Frauen profitieren von meinen ehemaligen Lieblingsteilen.

Mein Fazit: Plus Size Secondhand ist ein Gewinn auf ganzer Linie

Secondhand Shopping Tipps für Plus Size Frauen bedeuten für mich Freiheit: finanzielle Freiheit durch niedrige Preise, modische Freiheit durch einzigartige Teile und ökologische Freiheit durch bewussten Konsum. Nachhaltige Plus Size Mode beginnt nicht bei teuren Öko-Labels, sondern beim klugen Einkauf im Brocki um die Ecke.

Meine Empfehlung: Starte mit einem einzigen Secondhand-Laden in deiner Nähe. Besuche ihn alle zwei Wochen zur gleichen Zeit. Nimm dir 45 Minuten und durchsuche systematisch jede Abteilung. Du wirst überrascht sein, wie viele Plus Size Secondhand-Schätze auf dich warten. Die Investition von Zeit zahlt sich mehrfach aus – in deinem Geldbeutel, in deinem Kleiderschrank und in deinem Selbstbewusstsein.